Image Dr. Harbhajan Singh wurde von Sant Kirpal Singh beauftragt, seine Arbeit weiterzuführen und Kirpal Sagar aufzubauen. Er und seine Frau Surinder Kaur waren beide eng vertraute Schüler Sant Kirpal Singhs, denen er schon zu seiner Zeit verantwortungsvolle Aufgaben übertragen hatte.

Beide wurden im heutigen Pakistan geboren. Während der Teilung Indiens mussten sie wie viele andere mit ihren Familien das Land verlassen und erlebten so bereits in jungen Jahren Vertreibung und das Leid vieler Menschen. In Indien begegnete Dr. Harbhajan Singh nach langen Jahren der Suche dann Sant Kirpal Singh und unterstützte ihn gleich von Anfang an in seiner Arbeit.

Damals lebte Dr Harbhajan Singh mit seiner Familie in Nag Kalan in der Nähe von Amritsar. Er praktizierte dort als Arzt, zunächst in seiner Praxis im eigenen Haus, später in dem von ihm aufgebauten Krankenhaus, dessen Grundstein Sant Kirpal Singh gelegt hatte.

ImageMenschen von über vierzig Dörfern aus der Umgebung erhielten dort Hilfe. Für ihn, „Gottes Arzt“, wie Sant Kirpal Singh ihn liebevoll nannte, war es selbstverständlich, den Bedürftigen kostenlose medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Sein Krankenhaus, das inzwischen weiter ausgebaut wurde, besteht auch heute noch.

Als Dr. Harbhajan 1976 mit seiner Frau nach Europa kam, übermittelte er Sant Kirpal Singhs Anweisungen für die Fortführung des Werks. In Vorträgen und Gesprächen erläuterte er die Lehre und Kompetenz Sant Kirpal Singhs mit den grundlegenden Gedanken zur Einheit des Menschen. Bald fanden sich Menschen zusammen, die bereit waren, sich für dieses Ideal einzusetzen und ihr Leben danach auszurichten. Durch die Hilfe freiwilliger Mitarbeiter entstand in Indien das Projekt Kirpal Sagar und fast gleichzeitig ein Zentrum in Österreich, das heutige Hauptzentrum im Westen. So begann Unity of Man sich als Bewegung international zu verbreiten.

Vortragsreisen

In seinen jährlichen Vortragsreisen, die ihn durch viele Länder Europas führten, sprach Dr. Harbhajan Singh über Spiritualität als Kern aller Religionen und hob Bewusstsein, Unterscheidungskraft und freien Willen als Kennzeichen des Menschen hervor. Sehr präzise grenzte er Spiritualität gegen Okkultismus und die zahllosen esoterischen Lehren ab, die gerade ihren Markt fanden.

Das führte zu vielen persönlichen Begegnungen und Gesprächen. Zu dieser Zeit war Europa von selbsternannten Meistern und Lehrern geradezu überflutet. Obwohl von Sant Kirpal Singh beauftragt, wies Dr. Harbhajan Singh es immer zurück, als Meister angesehen zu werden. Er zeigte einfach durch sein Vorbild, wie man als Schüler durch sein Leben und Handeln die Kompetenz seines Lehrers sichtbar macht.

Das verlangt die Stärke der Demut. Dr. Harbhajan Singh besaß sie. Er sorgte für das Wohl der anderen, auch wenn er selbst dabei auf dem Boden schlafen musste. Jeder durfte ihn „Bhaji“ (Bruder) nennen. Dabei hatte er die natürliche Autorität, die nur jemand besitzt, der kompetent ist, und seine Herzlichkeit spiegelte die Liebe Sant Kirpal Singhs wider. Es ist ihm und seiner Frau zu verdanken, dass die Lehre Sant Kirpal Singhs unverfälscht und lebendig geblieben ist.

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Begegnung mit
Michael Gorbachov 1993 in Bern
Mit Schülern der KS-Akademie bei einem Empfang des ehemaligen Bundespräsident Dr. von Weizsäcker bei dem jährlichen Jugendtreffen im Schloss Bellevue, Berlin

UN-Menschenrechtskonferenz 1993

Image1993 war Unity of Man als Nichtregierungsorganisation (NGO) bei der UN-Menschenrechtskonferenz in Wien vertreten.

Nach Gesprächen u. a. mit Ibrahima Fall hatte Dr. Harbhajan Singh das Privileg, dort vor dem Plenum der Staatenkonferenz zu sprechen. Im gleichen Jahr waren die Vorbereitungen zu einer weiteren Weltkonferenz zur Einheit des Menschen auf dem Höhepunkt.

Download UNO Pressemitteilung (PDF) in Englisch

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Mit Ibrahima Fall Gespräch mit Kardinal Etchegaray vom Vatikan Mit Frau Corazon Aquino, frühere Präsidentin der Philippinen

Weltkonferenz zur Einheit des Menschen 1994

Diese Konferenz fand zum 100. Geburtstag Sant Kirpal Singhs vom 3. bis 6. Februar 1994  in Kirpal Sagar statt. Gäste aus der ganzen Welt nahmen daran teil – Persönlichkeiten aus verschiedenen Religionen, aus Politik, Kultur und Wissenschaft, die zu einem vielfältigen Publikum von Tausenden von Menschen von überall her sprachen.

"Kirpal Sagar ist mein Herz"

Eine Verantwortung solchen Ausmaßes erfordert einen kompromisslosen Einsatz. Neben seinem Beruf als Arzt, den Vorträgen und der Zeit, die er den Menschen widmete, schrieb Dr. Harbhajan Singh Bücher und leitete die Herausgabe einer Biographie über Sant Kirpal Singh. Vor allem aber kümmerte er sich um den 1982 begonnenen Aufbau von Kirpal Sagar.

In einer Zeit, als der Punjab noch vom Terrorismus erschüttert war, wurde das Projekt mit harter Arbeit und geringen Mitteln aufgebaut. Dr. Harbhajan Singh war damals auf schlecht ausgebauten Straßen in der Hitze Indiens ständig unterwegs, um die benötigten Materialien zu besorgen, denn viele Firmen hatten zur Zeit der Krise diese Region verlassen.

Im Jahr 1995 hatte er die Arbeiten soweit vorangebracht, dass Ende des Sommers die Haupteinrichtungen größtenteils fertig waren, bevor er am 25. September 1995 seinen Körper verließ. „Kirpal Sagar ist mein Herz“, hatte er immer gesagt und sein ganzes Leben dafür eingesetzt.

Die Arbeit geht weiter

Das gilt ebenso für seine Frau, Mrs. Surinder Kaur (Biji), die ihm immer mit vollem Einsatz zur Seite stand. Die gesamte Verantwortung liegt heute bei ihr - nicht nur für die äußeren Aufgaben, sondern auch die der spirituellen Führung. Unter ihrer Leitung hat sich Kirpal Sagar seither zu einem blühenden Garten entwickelt, und es entstanden weitere Zentren in Indien und im Westen.

 

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