Am Morgen des 9. Dezember begann die Konferenz mit der ersten Sitzung auf der großen Bühne im Festzelt. Delegierte aus allen fünf Kontinenten legten ihre Ansichten über die Hauptprobleme der Menschheit heutzutage dar und erläuterten, wie man sie aus ihrer Sicht lösen könne.

Anwesend waren bekannte Repräsentanten aus verschiedenen Religionen, geistige Führer, Wissenschaftler sowie Menschenrechtsaktivisten. In ihren Reden nahmen sie Bezug auf das Thema Weltfrieden und Universale Bruderschaft, und viele nahmen darin Sant Kirpal Singh's Motto auf: "Seid gut – Tut gutes – Seid eins!"

Der Gewinner des Alternativen Nobelpreises, Dr. Martin Almada, hatte eine sehr weite Reise aus Südamerika (Paraguay) auf sich genommen, um an der Konferenz teilzunehmen. Er selbst hatte in seinem Leben viele Grausamkeiten gesehen und betonte deshalb die Notwendigkeit eines sprirituellen Wandels der Menschheit, um die unmenschlichen Lebensumstände in vielen Gesellschaften zu verändern.

Aus Deutschland trug Prof. Dr. Peter Schmuck, Leiter des Instituts für Nachhaltige Entwicklung und Ökologie an der Fachhochschule Potsdam (UMC), seine Forschungsergebnisse vor und forderte die religiösen Vertreter auf, sich mehr für die nachhaltige Entwicklung einzusetzen, da auch die Religionen darauf verweisen, dass der Mensch mit seiner Umwelt achtsam umgehen soll.

Die deutsche Psychologin Dr. Ann Elisabeth Auhagen von der Freien Universität, Berlin legte Prinzipien der positiven Kommunikation dar. Sie sagte: "Wir alle sind dazu eingeladen, in unserem täglichen Leben gut zu sein", und zeigte anhand eines praktischen Beispiels, wie unsere Gedanken über andere eine direkte Rückwirkung auf uns selbst haben.

Der Afrikanische Kontinent war vertreten durch Frau Vivi Akakpo, Delegierte der "All Africa Conference of Churches", die Protestanten, Anglikaner, Orthodoxe und die Eingeborenenkirchen Afrikas umfasst. Sie verwies auf die traurige Geschichte von Bürgerkriegen und Stammeskonflikten in allen Teilen Afrikas und sprach über die Kraft des Vergebens als einen speziellen Charakterzug der Afrikaner. Frau Akakpo kam zu dem Schluss, dass Frieden ohne Vergeben und Vergessen nicht möglich sein wird.

Dr. Judith Komáromi, die aus Australien stammte, vertrat Prof. Vithoulkas von der Internationalen Akademie für Klassische Homöopathie. In ihrem Beitrag zeigte sie auf, dass die Behandlung von Krankheiten neben anderem auch eine spirituelle Grundlage braucht und unterstrich, dass nicht ökonomische Aspekte ausschlaggebend sein dürften, sondern dass die Wissenschaft sich mehr auf ethische Werte gründen müsse.

Eine große Anzahl an Vertretern verschiedener religiöser Gemeinschaften kam vom indischen Subkontinent. Unter anderem war der Benediktinerorden durch eine Gruppe von 13 Mönchen und Nonnen aus Südindien vertreten; ein Delegierter der Jains sprach zu den Zuhörern, die jüdische Glaubensgemeinschaft hatte einen Vertreter entsandt und zahlreiche Swamis und Munis aus dem ganzen Land, gekleidet in orangefarbene Gewänder, hielten Ansprachen. Auch ein Oberhaupt einer Muslimischen Gemeinschaft sprach und verwies darauf, dass das Wort Islam Frieden bedeute.

Goswami Sushil Ji Maharaj, der Gründungspräsident der Maharishi Bhrigu Foundation, Delhi, sprach über die Einheit aller Religionen, da jede Religion Wert auf gute Taten und moralische Qualitäten legt. Er drückte seine Hochachtung und Unterstützung für die Arbeit an den vier Symbolen in Kirpal Sagar aus und betonte, dass wir alle der Menschheit dienen sollten.

Swami Atal Krishna, Swami Sarupa Anand Ji Nirmelay, Swami Amrit Ram Ram Snehi und Swami Nirmal Chetan erklärten jeder auf seine Weise, dass es nur einen Gott gibt und wir alle eins sind. Sie betonten die Notwendigkeit, ein wahrer Mensch zu werden, freundlich und mitleidsvoll zu sein und hohe ethische Werte zu haben. Sie bezogen sich auf das spirituelle Werks Kirpal Singhs, mit dem einige von ihnen persönlich in Kontakt waren.

Dr. Ezekiel Isaac Malekar, der Vorstand der Jüdischen Gemeinschaft, sprach über Frieden und rezitierte ein altes Gebet: "O Gott, lehre uns, wie wir auf dieser Erde in Würde und Frieden leben können." Er griff die Worte Sant Kirpal Singhs auf, dass Gott den Menschen schuf und der Mensch die Religionen, und erinnerte an die Tatsache, dass es einige tausend Jahre zuvor noch keine der Religionen gab, der Mensch dagegen aber schon viel früher existierte.

Sitzung I:

Jain Muni Munishree Lokeshji, Präsident Ahimsa Vishwa Bharti; Indien

Goswami Sushil Ji Maharaj, Gründungspräsident Maharishi Bhrigu Foundation; Indien

Dr. Ann Elisabeth Auhagen; Freie Universität von Berlin; Deutschland

Maulana Umair Ahmed Ilyasi Generalsekretär der Gesamtindischen Organisation der Moscheen; Indien

Mrs. Rajyogini Prema Behen Ji, Brahmkumari; Indien

Dr. Ezekiel Malekar, Judah Hayam Synagogue, Delhi, Oberhaupt der Jüdischen Gemeinschaft, Beamter in der Nationalen Menschenrechtskommission Indiens

Vater Bernard, Benediktinerorden, Inter-Monastic Dialogue, Asirvanam Kloster, Bangalore; Indien

Karamjit Singh, Vorsitzender Unity of Man; Indien

Sitzung II:

Swami Satpreet Hari, Nirmelay Sant, Amritsar; Indien

Prof. Peter Schmuck, Fachhochschule Potsdam; Deutschland

Swami Atal Krishna, Ludhiana, Hari Krishna-Hari Rama Bewegung; Indien

Dr. Martin Almada, Menschenrechtsaktivist; Paraguay

Swami Saroupa Anand Ji, Nirmelay Sant; Indien

Dr. Judit Komáromi, Irland, Vertreterin von Prof. George Vithoulkas, Internationale Akademie für Klassische Homöopathie, Griechenland

Swami Amrit Ram Ram Snehi, Vorstand der Juna Ramdwara, Jodhpur, Rajasthan; Indien

Vivi Akakpo, Vertreterin des Bischofs Rev. Dandala, All Africa Conference of Churches; Kenya

Swami Nirmal Chetan, Amritsar, Nirmal Ashram; Indien

Biji Surinder Kaur, Präsidentin Unity of Man; Indien

Kulturprogramm:

Am Abend begeisterte der weltbekannte Punjabi Sufi Sänger Hans Raj Hans das Publikum. Über drei Stunden zeigte er seine Kunst auf der Bühne zusammen mit seinen Musikern.

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